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| der im Wasser untergehende Kuhstall |
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| der Fussballplatz hat meine Strasse zerstoert |
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Seit letzter Woche wurde bei mir im Dorf das schon bestehende Fußballfeld ausgeweitet. Dafür wurden meine Straße, die Hauptstraße zum oberen Teil Caluquís, und eine weitere Straße einfach zugeschüttet. Zusaätzlich wurde auch noch der Graben neben der Straße, durch den bei Regen immer sehr viel Wasser läuft, zugeschüttet. Ich hatte mich schon gleich gefragt, was denn nun bei Regen passieren würde. Da es die ganze Nacht und den Tag über geregnet hatte, kamen nun irgendwann die Wassermassen den Berg hinunter. Da es keinen Graben mehr gab, bahnte sich das Wasser seinen eigenen Weg, was dazu führte, dass unser ganzes Maisfeld überschwemmt wurde, und dass sich ein riesen Wasserfall in unseren Kuhstall ergab. Große Teile des Wassers flossen nun zwischen unserem Küchen- und unserem Wohnhaus gen Lago San Pablo. Da der neue Fußballplatz aber einfach nur aufgeschüttet war, brachte all das Wasser auch eine Menge Schlamm mit sich, der den unterhalb des Platzes noch bestehenden Graben verstopfte. Ich zog also im Regen mit meiner Gastmutter los, mit Hacke und Schaufel, und wir versuchten - Knietief in den Wasserströmen stehend, den Fluß in seine Ursprüngliche Laufbahn zu bringen, wobei wir wenig Erfolg hatten. Komplett mit Schlamm eingesaut, versuchten wir dann wenigstens das Wasser vom Maisfeld wegzuleiten, was aber auch nur sehr schwer ging. Dann begnügten wir uns damit, den Schlamm aus dem Kuhstall zu schaufeln.
Nach dieser Aktion gingen wir - in Gummistiefeln und verschlammter Hose - zum Friedhof, da am Tag vorher einer aus der Gemeinde gestorben war. Wir brachten, wie alle, einen Topf mit Essen und eine Flasche Cola mit. Auf dem Friedhof saß jede Familie auf ihrem Familiengrab und aß. Ab und zu sah man jemanden mit einem Teller zu einer anderen Familie gehen. Man schenkt der anderen Familie einen Teller seines Essens und bekommt dafür einen Teller ihres Essens zurück. Das ganze ähnelte einem riesigen Picknick auf dem Friedhof. Nach einer Weile kamen die näheren Angehörigen den Sarg tragend auf den Friedhof. Sie stellten den Sarg auf einem der überirdischen Steingräber ab und begannen es mit einem Hammer aufzuschlagen. Nach einigen Minuten bewegte sich die Menschenmenge aber zu einem anderen Teil des Friedhofs. Auf meine Frage, warum jetzt alle dorthin gingen, antwortete Manuela: "ya esta ocupado". Das Grab war schon besetzt. So wurde der Verstorbene in einen anderem Grab beigesetzt. Die Angehörigen setzten sich dann daneben und jeder brachte ihnen einen großen Teller Essen und Getränke, sodass sie nach einer Weile mit einem Riesen Berg Cola und einem großen Tuch, auf dem ein riesiger Haufen Essen war, dasaßen. Dann gingen aber die näheren Angehörigen rum und brachten jedem wieder eine Teller Essen und etwas zu trinken, bis alles weg war. Dann gingen alle zusammen zum Haus der Familie des Verstorbenen, die relativ weit oben am Berg wohnt, sodass alle ziemlich durchnäßt waren, als wir ankamen. Im Haus, das mit Menschen überfüllt war, gab es dann die übliche Hähnchensuppe, einen riesen Teller mit Mais, Reis, Kartoffeln und Fleisch und dann noch eine Maissuppe. Völlig übersättigt gingen wir dann nach Hause.