Montag, 30. August 2010

ab 30.8.2010 Dörfer und Schulen












In dieser Woche sind wir alle zusammen durch alle Dörfer gefahrren und haben uns alle Schulen angeschaut. Die Dörfer liegen rund um Otavalo, bis zu 1,5 Stunden entfernt. Einige liegen sehr schön in den Bergen und eigentlich alle waren mit ihren Schulen zufrieden. Da zur Zeit noch Ferien sind, trafen wir kaum Schüler an. Nur in den oft in der Nähe der Schulen liegenden Kindergärten konnten wir sehen, wie es dort zugeht. Die Kinder waren oft sehr offen und froh von uns unterhalten zu werden. Am Donnerstag haben wir meine Gemeinde, die nur etwa 20 Minuten von Otavalo enfernt ist, besucht. Zunächst hielten wir beim Haus meiner Gastfamilie. Ich sprach ein wenig mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester. Sie haben zwei kleine Häuser, aber ich habe nur das eine gesehen, was eher eine Scheune war. Dort liefen viele Meerschweinchen und andere Tiere herum, aber viel konnte ich dort auch nciht sehen. Das andere Haus, welches wohl als Wohnhaus dient, konnte ich noch nicht sehen, dort räumen sie wohl auch grad ein wenig um. Zwar wirkte das Haus recht rustikal, aber meine Gastfamilie wirkte sehr hezlich. Ich habe 5 Gastgeschwister, von denen aber nicht alle zu Hause leben.
Bald mussten wir schon weiter, da wir auch noch die Schule und andere Gemeinden besuchen wollten. Zu meiner Schule ist es von meinem Haus aus nicht weit. Die Schule wirkte sehr freundlich. Ich habe ein wenig mit der Hausmeisterin geredet und konnte meinen zukünftigen Klassenraum sehen. Und dank eines Neuen Programms der Regierung gibt es dort sogar Internet!

Sonntag, 29. August 2010

29.8.2010 Laguna de Mojanda









Nach der ersten Nacht in unserer Wohnung muss ich erst einmal auf unserem Balkon Wäsche waschen. Mittags breche ich mit David, Jan und Janika auf, um zu den Lagunen de Mojanda zu laufen. Der Plan ist, zur Straße, die zu den Lagunen führt, zu wandern und dann zu trampen. Nach einigen Versuchen hält eine Camionetta und wir können auf der Ladefläche bis fast ganz oben mitfahren. Die letzten paar Kilometer fahren wir mit einer zweiten Camiontta, bis wir dann etwa auf 3900 Metern bei der größten der drei Lagunen ankommen. Von hier aus startet auch der Weg auf den etwa 4500 Meter hohen Fuya Fuya, einen der Otavalo umgebenden Vulkane. Da es nun schon etwas spät für den Fuya Fuya ist, gehen wir auf einen die Lagune umgebenden Berg. Der Aufstieg ist sehr anstrangend, man merkt die Höhe doch sehr. Wir müssen immer wieder Pausen machen, und können nur sehr langsam gehen, weil einem einfach die Luft wegbleibt. Sobald man aber anhält, geht es gleich viel besser, und man merkt die Höhe nicht mehr. Wir können über das ganze Tal, über Otavalo und über die umliegenden Vulkane blicken. Auf dem Berg angekommen, geht es bei dieser atemberaubenden Sicht einen kleinen Bergkamm entlang, bis wir dann auf der anderen Seite den Abstieg beginnen, der durch steile, teils bis zur Hüfte gehende Wiesen verläuft. Teilweise rutschen wir auf dem Gras nach unten, teilweise stolpern wir voran, da man nie wissen kann, ob man bis zum Knöchel oder bis zur Hüfte im Gras einsinkt. schließlich landen wir wieder auf der Straße, die wir nach kurzer Pause hinunterlaufen. Nach etwa einer Stunde nimmt uns wieder eine Camionetta mit bis Otavalo. Wir sitzen zusammen mit einer ganzen Familie auf der Ladefläche, und fahren so bis zur Plaza de los Ponchos, von wo aus wir nach Hause laufen.

Sonntag, 22. August 2010

22.8.2010 Quito

Die Basilika

Fruehstueck mit Aussicht ueber Quito
Zwischen Dach und Gewoelbe der Basilika
Nach dem gestrigen Abend wachten wir alle ein wenig fertig auf und frühstückten erst mal auf der Terasse. Dann gings los in die Altstadt. Zunächst suchten wir die Basilika auf, dessen Türme wir besteigen wollten. Wir gingen erst auf die Empore, von wo aus man in das riesige Kirchenschiff blicken konnte. Dann stiegen wir weiter die Treppen hinauf, bis wir das Gewölbe des Hauptschiffes erreichten. Dort konnte man zwischen dem Gewölbe der Basilika und dem Dach auf einem wackeligen Holzgang über das Kirchenschiff laufen, um an den etwas kleineren Turm über dem Altar zu kommen. Dort ging es raus, und dann mussten wir auf zwei steilen Leitern weiter nach oben bis zur Plattform klettern, wo man, geschützt von niedrigen Mauer, auf Quito und die zwei Türme am anderen Ende der Kirche blicken konnte. Höhenangst durfte man hier aber nicht haben, denn es ging durchaus weit hinunter. Wir stiegen wieder ab, und gingen zuück, um einen der anderen beiden etwas höheren Türme zu besteigen. Der Ausblick war noch spektakulärer, obwohl man hier nicht so offen auf der Plattform stehen konnte, sondern nur aus dem Turm heraus blicken konnte. Quito erstreckt sich in einem langen Tal, sodass die Stadt nur wenige Kilometer breit ist, man aber dafür nach oben und unten nicht das Ende der Stadt erkennen kann. Wir stiegen die Treppen wieder hinunter und gingen weiter in die Altstadt, eine sehr sehenswerte Kolonialstadt. Dort besuchten wir eine weitere Kirche, die von innen fast komplett vergoldet war. Das Gold soll so wertvoll sein, dass man damit die gesamten Schulden Ecuadors abbezahlen könnte. Nachdem wir ein bisschen durch die Stadt spaziert sind, nahmen wir einen Bus, um wieder in die Neustadt zu fahren, um dort etwas zu essen. Dann gings zurück zum Hostal und danach zum Busbahnhof, von wo wir wieder nach Otavalo fuhren. Ein sehr, sehr gelungenes Wochenende.

Samstag, 21. August 2010

21.8.2010 Quito


Heute morgen sind wir nach Quito aufgebrochen. Nach zwei schönen Stunden Busfahrt, kommen wir im Busterminal im Norden Quitos an und fahren weiter zum Hostal Bambu, welches etwa zwischen der Altstadt und der Neustadt am Hang liegt. Auf der Terasse direkt vor unserem Zimmer kann man in Hängematten und Schaukeln über die Dächer Quitos blicken. Grandios. Nach kurzer Zeit zogen wir los in Richtung Neustadt, dem Mariscal Sucre. Dort war aber ziemlich wenig los und wir aßen beim Mexikaner. Dann gings auf der Suche nach dem Einkaufszentrum, wo es günstige Handys geben sollte, durch den Park in die Altstadt. Wir trafen auf eine Menschenmenge, in mitten welcher einige Ecuadorianer irgendein komisches Theater spielten. Sobald wir uns dazustellten, wurden wir von ihnen angesprochen und von ihnen ein wenig verarscht. Wir gingen weiter und fanden bald das Einkaufszentrum, was aber eigentlich eine Art Parkhaus war, in dem viele Händler Handys und andere Elektronika anboten. Wir ergatterten gebrauchte Handys, und hofften, dass diese nicht zuvor anderen Touristen geklaut worden sind. Dann gingen wir bei einem Chinamann essen und kehrten zu unserem Hostal zurück, wo wir uns ein Gläschen des vorher gekauften zehnjährigen Rums bei spektakulärer Aussicht auf das nächtliche Quito gönnten. Nun wollten wir nochmal in die Neustadt, da abends dort deutlich mehr los sein sollte. Die tagsüber wie ausgestorben wirkenden Straßen waren nun mit Menschen überfüllt und aus Clubs und Bars tönte laute Musik. Wir zogen durch Bretterverschläge, in denen man warme Cocktails bekam, durch Salsabars und durch Clubs, tanzten Salsa, lernten nette Leute kennen und hatten jede Menge Spaß. Auf dem Rückweg kamen wir an einem Casino vorbei, in dem sich Fabio und Leo noch ein paar Dollar erspielten. Wir gingen ins Hostal und vielen nach einem schönen Tag und einer spaßigen Nacht ins Bett.

Dienstag, 17. August 2010

17.8.2010 Cascada de Peguche


Heute sind wir um 9 auf den Markt gegangen, um wieder Empanadas und Tortillas mit Zucker zu frühstücken. Nach einigen weiteren Stops sind wir zur Cascada de Pegucha gewandert. Der Weg führte einen kleinen Fluss hinauf und brachte uns über zwei Naturpools zu dem spektakulären Wasserfall. Man konnte sehr nah ran gehn, und wir waren nach einigen Sekunden komplett nass, da uns die wassertropfen nur so entgegengeblasen wurden. Dann ginden wir zum oberen Ende des Wasserfalls, wo wir direkt an der Klippe sitzen konnten. Wenige Meter weiter oben führte der Fluss in eine Höhle. Durch einen stockfinsteren Gang krochen wir zunächst ein Stück weiter, bis wir wieder auf den Fluss trafen, wo wir sehen konnten, dass in der Höhle noch ein weiterer rauschender Wasserfall war. Wir zogen unsere Schuhe aus und wateten durch das knietiefe Wasser bis an den Wasserfall, wo wir der Versuchung nicht wiederstehen konnten, uns unserer Hosen und Shirts zu entledigen und in das kalte Wasser zu springen, hinter den Wasserfall zu gehen und uns die Schultern von dem herunterschießenden Wasser massieren zu lassen. Nach einer Weile traten wir dann den Rückweg an, der deutlich kürzer war, weil wir diesmal die Straße nehmen. Zurück in Otavalo gabs erst mal nen fetten Burger.

Sonntag, 15. August 2010

15.8.2010 Cotacachi

Heute haben wir zum ersten mal auf dem Markt gefrühstückt. Es gab frittierte Teigtaschen mit Käse, Empanadas. Danach gabs noch Chilenas, eine Art Schmalzgebäck, und dann haben wir eine Menge Früchte eingekauft, die wir dann zu hause verzehrten. Neben Granadillas, Ananas, Bananen und Orangen gab es sehr leckere Avocados, die wir mit Pfeffer, Salz und Zitrone auslöffelten. Nach einer Weile brachen wir dann nach Cotacachi auf, eine kleine Stadt nördlich von Otavalo, die für ihre Lederwaren bekannt ist. Auch sollte hier sonntags ein Markt sein, den wir uns anschauen wollten. Wir liefen also zum Busterminal in Otavalo und fuhren dann etwa 25 Minuten für 25 cent nach Cotacachi. Die Stadt wirkte ein wenig eingeschlafen, neben den vielen Lederwarenläden war kaum was los. Lediglich auf dem Platz im Zentrum war zu erkennen, dass hier morgens ein Markt. Wir trafen auf eine Menschenmenge, in Mitten welcher vier Frauen in den hier typischen Trachten einen Tanz aufführten. Sie wirkten aber nicht so, als ob sie besonders viel Spaß an dem nicht besonders aufregenden Tanz hatten. Wir zogen weiter durch die Stadt und suchten nach einem Restaurant. Nach einer Weile fanden wir ein düster und etwas primitiver wirkendes Lokal, was unseren Vorstellungen entsprach. Eine Karte gab es nicht, auch nur ein Gericht, welches im gleichen Raum zubereitet wurde. Da wir bei den Nachbarn die Größe der Portionen sehen konnten, teilten wir uns den Reis, das Hähnchen, die Pommes und den Salat, und zahlten so pro person nur 75 cent für diese Mahlzeit. Nachdem wir ein bisschen weiter durch die Stadt gelaufen sind, nahmen wir den Bus zurück nach Otavalo. Zurück in Otavalo entspannten wir eine Weile und gingen dann in Otavalo essen. Auf dem Rückweg zum Hostal stießen wir auf eine Menschenmenge, die sich vor einem Hauseingang versammelt hatte. Eine Musikgruppe spielte, die Menschen tanzten, viele hatten große Körbe dabei. Dahinter standen weitere Männer, die je zu zweit lange Holzstangen hielten, an denen lebende Hühner und Meerschweinchen aufgehängt waren. Wir erfuhren von zwei Otavalenos, die ebenfalls zuschauten, dass wir Zeugen eines offiziellen Heiratsantrag vor dem haus des zukünftigen Gatten wurden. Die Meerschwweinchen, Hühnchen, Körbe und Säcke sind Geschenke der Gäste, und sollen auf der bald folgenden Hochzeit gegessen werden. Nach einer Weile und einigen Prozeduren entschwand die Festgesellschaft von der Straße auf den Hinterhof und wir gingen nach Hause.

Samstag, 14. August 2010

14.08.2010

Heute sind wir extra frueh aufgestanden, um auf den Tiermarkt zu gehen, auf dem man jeden Samstag morgens etwas ausserhalb der Stadt Tiere kaufen kann. Der Markt war ein lautes, interessantes Erlebnis, und an den Essensstaenden sahen wir mit Grauen, was uns in diesem Jahr erwarten wuerde...
















































Danach ging es zurueck ins innere der Stadt, die sich jeden Samstag in einen einzigen Markt verwandelt.

Freitag, 13. August 2010

13.8.2010

Der Vulkan Imbabura in den Wolken
Otavalo, 35000 Einwohner, ca. 2800m


Heute haben wir uns Otavalo angeschaut. Um eine Uebersicht zu bekommen wanderten wir auf einen nahe gelegenen Hügel, von wo aus wir sowohl über die Stadt, als auch über den Lago San Pablo, den größten See Ecuadors, blicken konnten.