Montag, 13. September 2010

13.09. 2010 Der erste Tag im Dorf

Das Klo, leider ein bisschen klein für mich...

Dusche, Waschstein, Wasserstelle und Schlachtstein;)

Mais in der Küche

Auch in der Küche, mit ein paar Meerschweinchen

Die Küche

Das Wohnhaus

Die Küche unseres Hauses, davor mein Gastbruder mit dem geernteten Weizen

Kurze Pause bei Aussicht über den Lago San Pablo und die Vulkane Cotacachi und Imbabura

Ganz vorne: meine Gastmutter
..meine Schule
Heute sind wir schon früh aufgestanden, um in unsere Dörfer zu fahren. Während einige schon um halb 6 aus dem Haus mussten, gingen Sonja, David und ich erst um kurz vor 7 los. Nach 20 Minuten Busfahrt stieg ich in Caluqui aus. Die anderen beiden mussten in ihre Dörfer noch ein wenig weiter fahren. Nach 10 Minuten Fußweg kam ich dann in der Schule an. Um 7:30 sammelten sich alle Schüler auf dem Schulhof, um die Nationalhymne zu singen. Ich wurde vom Schulleiter vorgestellt und sollte gleich auch ein paar Worte sagen. Nacvhdem ich ein bissche was zusammengestammelt hatte, durften die Kinder in ihre Klassen gehen, während die Lehrer noche eine Versammlung hatten, wo ich nochmal bergüßt wurde. Da ich in dieser Woche noch nicht unterrichten soll, gehe ich erst einmal jeden Tag mit einer anderen Klasse mit und beobachte den Unterricht. Heute war die 4. Klasse dran. Bis zur Mittagspause um halb 11 hatten wir Spanischunterricht im Klassenzimmer. Das Mittagessen bestand aus Reis mit Thunfisch und wird von den Kindern auf mitgebrachten Tellern auf dem Schulhof gegessen, während wir Lehrer in der Küche sitzen. Nach der Mittagspause fingen wir mit Biounterricht an, gingen dann aber doch in ein anderes Klassenzimmer, wo die Schüler mit einer anderen Lehrerin basteln bis um 12:30 die Schule zu Ende ist. Auf Grund eines Regierungsprogramms kommen jeden Tag nach der Schule für jede Stufe ein Tutor aus Otavalo, der mit den Kindern bis 2:30 Hausaufgaben macht oder mit ihnen spielt. Ich hab also dem Tutor geholfen, bis mich Luis, mein Mentor, und gleichzeitig Lehrer an der Schule, abholte und mit mir zu meiner Familie ging. Nach 5 Minuten Fußweg kommen wir am Haus an, und Erika, meine Gastschwester, die ebenfalls auf meine Schule geht, holt erst einmal meine Gastmutter. Sie zeigt mir das Haus, in dem ich sogar ein eigenes Zimmer habe. Auf dem Bett ist zwar nur eine sehr, sehr dünne und zusätzlich durchgelegene MMatratze, aber immerhin habe ich ein Bett. Dann ging ich zusammen mit meiner Gastmutter aufs Feld, wo einige andere aus dem Dorf gerade Mittag essen. Wir setzten uns dazu,und ich aß mein zweites Mittagessen: Reis mit Kartoffeln und Bohnen, und dazu Chicha, irgendein halbgegorener Maissaft. Dann liefen wir auf ein weiteres Feld, welches weiter oben am Berg liegt. Sobald alle eingetroffen waren, fingen wir an mit Sicheln Weizen zu ernten. Wir legten das Getreide in kleinen Haufen aufs Feld, sodass es dann später auf einem großen Haufen gesammelt werden konnte. Bis die Sonne unterging erbeiteten wir auf dem Feld, was ganz schön anstrengend war, da man sich eigentlich ständig bücken muss. Dann ging es zurück zum Haus, wo meine Gastmuttedr eine Brühe mit Nudeln und Kartoffeln kochte. Wir saßen zusammen in der dunklen Küche auf Schemeln und hockern und da es inzwischen sehr kalt geworden ist, tat die warme Suppe sehr gut. Dann ging es auch schon gleich ins lang ersehnte Bett, was dann aber doch leider nicht ganz so schön weich und kuschelig ist, wie ich es mit vorgestellt hatte. Trotzdem schlief ich schnell ein, und wachte nur noch mal auf, weil ich die unterm Dach hereinziehende Kälte zu spüren bekam und eine weitere Decke über mich ziehen musste.

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