Vor einigen Tagen fragte mich Mama Manuela, meine Gastmutter, ob ich nicht heute mit zur Hochzeit in einer Kirche in Otavalound anschließend zur Feier im Dorf kommen möchte. Der Bräutigam ist wohl ein Verwandter. Da die Hochzeit um 2 stattfinden sollte, ging ich - nach ecuadorianischer Zeitrechnung - um halb 3 zur Kirche, wo ich auf das Brautpaar, ihre beiden Töchter, und einige andere, die ich aus dem Dorf kannte, traf und wir standen erst mal ein bisschen vor der Kirche herum. Als ich fragte, wo denn meine Gastmutter sei, sagten sie mir, sie sei zu Hause. Naja, warum auch nicht. Dann ging es in die Kirche, wo ein dicker, alter Pastor das Paar verheiraten sollte. Es hörte ihm aber fast keiner zu, vielmehr plauderte man mit dem Sitznachbarn oder begrüßte die während der PRdigt nach und nach eintreffenden anderen Gäste - unter anderem auch meine Gastfamilie. Das ganze dauerte nur etwa 20 Minuten. Dann wurden zu meiner Überraschung noch die beiden Töchter der neu verheirateten getauft. Warum soll man auch nicht gleich alles auf einmal erledigen. Die Taufe dauerteaber auch nicht besonders lang, sodass wir bald aus der Kirche gingen. Mit über 20 Leuten stiegen wir dann auf die Ladefläche eines Pick-Ups und fuhren aufs Dorf, wo ein Festzelt aufgebaut war. Nach einiger Warterei, ein paar kurzen Reden und einer Runde Chcha aus dem Eimer sollten wir uns drinnen an den Tisch setzen, wo dann das Essen gebracht wurde. Es gab eine Suppe mit je etwa einem halben Hähnchen drin. Ich versuchte mich tapfer zu schlagen, und schaffte es tatsächlich das Hähnchen und die Suppe zu essen. Dann stellte ich etwas verwundert fest, dass fast alle anderen immer wieder Teile des Hähnchens einfach in Tüten unterm Tisch verschwinden ließen. Ich sollte bald erfahren weshalb, denn dann wurde erst das Hauptgericht serviert: ein großer Teller, gefüllt mit vielen Kartoffeln, Reis und Mais, darauf ein riesiger Berg Schweinefleisch und als Krönung obendrauf frittierte Schweinehaut und -fett. Grandios. IIch schaffte es noch, etwa die Hälfte in mich hineinzustopfen und dann konnte ich glücklicher Weise meine Sitznachbarin überzeugen, mein Essen in ihre Tüte zu werfen. Eine sehr gute Entscheidung, denn dann kam - ich hatte es kaum mehr anders erwartet - der dritte und um Glück letzte Gang: Cuy-Suppe. Die Suppe schaffte ich sogar noch zu Hälfte auszulöffeln, aber von dem quer über den Suppenteller ausgestreckten gegrillten Meerschweinchen schaffte ich nur einige Bissen, bis ich es es ebenfalls in der Tüte meiner Nachbarin verschwinden ließ. Cuy - eine Spezialität hier in Ecuador - wird wohl bei jeder traditionellen Hochzeit gegessen. Überaschender Weise schmeckte es gar nicht so schlecht, nur ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Dann setzten wir uns wieder ins Festzelt, wohin der Bräutigam nun kastenweise Bier und Wein brachte. Bald tanzten wir zur lauten ecuadorianischen Musik. Etwa um sieben brach ich dann aber schon nach Otavalo auf, da wir am nächsten Tag um halb vier morgens unsere Tour auf den Imbabura starten wollten und ich noch ein wenig schlafen wollte.
In diesem Blog werde ich waehrend meines Aufenthaltes in Ecuador meine Erfahrungen, Eindruecke und Geschichten aus dem Leben hier schildern.
Samstag, 9. Oktober 2010
09.10.2010 Ein neues Haus
Die Unruhen hier in Ecuador haben sich ziemlich schnell wieder gelegt. Zwar wurde für eine Woche der Notstand ausgerufen, aber schon nach 3 Tagen war alles wieder beim Alten.
Nun zum neuen Haus: Seit etwa drei Wochen baut meine Familie an einem neuen Haus etwa 50 Meter von dem alten entfernt. Dort wird die Tochter, die zur Zeit mit ihrem Kind bei uns im Haus lebt, einziehen, sobald es fertig ist. Zusammen mit zwei anderen aus dem Dorf bin ich also fast jeden Nachmittag mit dem Hausbau beschäftigt. Es ist sehr beeindruckend, was man hier alles selber macht. Nachdem die Fläche begradigt war, haben wir zunächst das Haus abgemessen und haben den Grundriss mit Pfählen abgesteckt, an denen wir Schnüre festmachten, um den genauen Grundriss zu bekommen. Dann haben wir an den Stellen, wo die 10 Pfeiler stehen sollten, etwa ein mal ein Meter große Löcher gegraben, bestimmt 1,5 Meter tief. Ziemlich anstrengend. Zwischendurch trafen wir auf ein paar Scherben , die laut Luis von den Inkas stammen. Ich hab einige mit nach Otavalo genommen und werd sie mal waschen und inspizieren. Dann fingen wir an mit Handsägen Stahlstangen zuzusägen. Dann bogen wir die Stahlstäbe zu Rechtecken, und befestigten sie, um daraus Säulen zu machen, mit Drähten an anderen Stahlstangen. So fertigten wir alle Stahlsträger einzeln an. Die Säulen betonnierten wir in die gegrabenen Löcher. Um die Säulen zu gießen, umhüllten wir die Stahlsäulen mit Holz, richteten es mit einem Lot und fixierten es, und gossen dann in einer Nachtaktion die Säulen: Zwei mischten auf dem boden und mit Schaufeln den Zement, einer stand auf der Leiter und goss den Zement in die Form, und ich brachte immer die Eimer mit Zement zu ihm und hiefte sie auf die Leiter. Am Ende waren alle mit Zement übergossen und ziemlich kaputt, aber wir hatten es geschafft. Als Nächstes bauen wir nun die Stahlträger für die Decke, dann werden wahrscheinlich die Wände gebaut und die Decke gegossen. Es bringt jedenfalls immer Spaß am Haus zu arbeiten, und so schläft man auch besser in dem inzwischen, da ich eine weitere Matratze aus Otavalo mitgebracht hab, nicht mehr ganz so hartem Bett.
Freitag, 1. Oktober 2010
01.10.2010 Aufstand der Polizei
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| von: http://www.welt.de/ |
Die Polizei hier in Ecuador scheint relativ gut zu verdienen, zusaetzlich haben sie in den letzten Jahren viele Gehaltserhoehungen und Boni erhalten. Der Praesident Ecuadors hat gestern ein Gesetz verkuendigt, das eine Umverteilung dieser Boni und Kuerzungen der Gehaelter beinhaltet. Vor einer aufgebrachten Menge gab der Praesident, selbst auch sehr aufgebracht (Correa: "Wenn ihr den Praesidenten toeten wollt, hier bin ich"), das neue Gesetz. Kurz danach wurde der Praesident Rafael Correa wohl am vor einigen Tagen operierten Knie verletzt und wurde ins Polizeikrankenhaus gebracht. Man hoert aber teils auch, dass er von der Polizei dorthin entfuehrt wurde. Dort wurde er dann festgehalten, bis das Militaer, welches wohl groesstenteils auf Seiten des Praesidenten steht, den Praesidenten aus der Polizeiklinik befreite. Dabei soll es zu Schiessereien zwischen Polizei und Militaer gekommen sein.
Auf Grund dieses Gesetzes streikt die Polizei zur Zeit im ganzen Land. Deshalb ist es in vielen Staedten gestern und in der Nacht zu Pluenderungen und Ueberfaellen gekommen. Von Guayaquil, Quito, Riobamba und Ibarra haben wir gehoert, dass Banken und Supermaerkte ueberfallen wurden. Zeitweise war auch der Flughafen von Quito besetzt. Heute kam die Nachricht, dass auch die Grenzen nach Peru und Kolumbien geschlossen sind, aber ich weiss nicht, inwiefern dies der Wahrheit entspricht. Der Praesident hat im Fernsehen zwar von einem Putschversuch geredet, andere behaupten aber, dass es sich bei den Unruhen lediglich um einen wenig organisierten Aufstand der Polizei handelt.
In Quito und Guayaquil scheint zwar viel los zu sein, hier in Otavalo merkt man aber kaum etwas von dem politischen Geschehen. Auf Grund der Unruhen fiel heute der Unterricht aus, sodass wir uns alle schon am Vormittag in der Wohnung getroffen haben. Die Strassen hier in Otavalo wirken sehr normal, in der Nacht fuhren lediglich ein paar Lastwagen mit Militaers auf der Ladeflaeche durch die Stadt, wohl um Pluenderungen und Ueberfaelle zu verhindern. Wir fuehlen uns aber noch immer sehr sicher hier im von allen Unruhen wohl weit entfernten Otavalo.
Zeitartikel zu den Vorfaellen
Video der Ansprache der Praesidenten
Montag, 13. September 2010
13.09. 2010 Der erste Tag im Dorf
| Das Klo, leider ein bisschen klein für mich... |
| Dusche, Waschstein, Wasserstelle und Schlachtstein;) |
| Mais in der Küche |
| Auch in der Küche, mit ein paar Meerschweinchen |
| Die Küche |
| Das Wohnhaus |
| Die Küche unseres Hauses, davor mein Gastbruder mit dem geernteten Weizen |
| Kurze Pause bei Aussicht über den Lago San Pablo und die Vulkane Cotacachi und Imbabura |
| Ganz vorne: meine Gastmutter |
| ..meine Schule |
Freitag, 10. September 2010
6.9. - 10.9.2010 "Didaktikwoche"
In dieser Woche sollte unsere didaktische Vorbereitung stattfinden, die im Endeffekt nicht allzu intensiv war. Trotzdem haben wir über viele interessante Dinge gesprochen und haben einiges gelernt. Am Donnerstag war beispielsweise eine Frau hier, die Forschungen über die Folgen der Migration in Ecuador anstellt. Sie erzählte uns zu Beispiel, dass etwa ein Fünftel der Bevölkerung Ecuadors inzwischen in andere Länder emigriert ist und, dass mitlerweile etwa 50 % der Emigranten Frauen sind, was natürlich wesentliche Folgen für die hier zurückgelassenen Kinder hat. So leben besonders in der Region um Otavalo viele Kinder bei Großeltern, Tanten, oder anderen Familienmitgliedern. Auch gibt es immer wieder Fälle, wo Kinder ganz zurückgelassen werden, sodass teilweise ein 12-Jähriger auf seine drei kleinen Geschwister aufpassen muss und für sie sorgen muss. Diese Forschungen grade in Bezug auf die Kinder stellt sie vielfach an unseren Schulen an, sodass ihre Berichte für uns sehr interessant waren.
Am Freitag unternahmen wir alle zusammen einen Ausflug. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die, die reiten können und alle anderen. Da ja auch schon mal ein klein bisschen fast geritten bin, war ich in der ersten Gruppe. Wir gingen zu einem Hinterhof in Otavalo, wo Pferde für uns bereitstanden. Dann ging unser Ausritt los. Zunächst ritten wir quer durch die ganze Stadt, bis wir zur Panamericana kamen, die wir überqueren mussten. Dann ging es teis steile Berge hoch und schmale Pfade entlang. NAch einer Weile kamen wir zur "Galloppstrecke", wie unser Guide sagte. Wir ritten zunächst im Trab los, bis dann die ersten anfingen zu galloppieren. Da die Pferde aber eher das machten, was alle anderen Pferde machten, als das, was der Reiter wollte, galloppierten wir bald alle. Nach etwa 15 Minuten spektakulärem Gallopp hielten wir an, weil wir nun auf den anderen Teil unserer Gruppe trafen. Mein Pferd war leider etwas unruhig, es trat ab un zu aus und stieg auch manchmal, sodass ich sehr aufpassen musste, nicht herunterzufallen. Dann stiegen wir erst einmal ab, und die andere Hälfte der Gruppe ritt weiter. Wir wanderten die gleiche Strecke, bis wir zu einem Wasserfall kamen. Dort machten wir alle Pause, und zusammen mit dem Lukas sprang ich in das eiskalte Wasser. Etwas später ritten wir wieder zurück und aßen dann in Otavalo erst einmal etwas. Dann stiegen wir alle wieder in eine Camionetta, und fuhren zu einer heiligen Stätte am Fuße des Imbabura. Dort wartete ein Schamane auf uns, desse Prozedur wir uns abschauen wollten. Wir setzten uns in einem Kreis ins Gras und genossen den Duft des mit irgendwelchen Blättern gespickten Feuers. Dann fing die Prozedur an: Zunächst ging der Schamane mit einem kleinen Gefäß und einem Röhrchen herum, füllte bei jedem ein wenig Flüssigkeit ins Röhrchen, und pustete dann die Flüssigkeit durch das Röhrchen bei jedem in beide Nasenlöcher. Dies sollte die Atemwege einigen. Die Mentolartige Flüssigkeit bewirkte, dass einige anfingen zu weinen, andere husteten oder schnupften, aber tatsächlich fühlten sich die Atemwege frei an. Dann teilte der Schamane Pflanzenbüschel an jeden aus. Er nahm dann von jedem das Büschel und wedelte einen damit ab. Dann nahm er eine aus einem Maisblatt gedrehte Zigarre und blies einem den Rauch ins Gesicht, auf den Körper und in die Hände. Dann kam der skurilste Teil: Er nahm aus einer Flasche mit allerlei Pflanzen drin einen Schluck Alkohol und spuckte einen mit der Flüssigkeit ab. Während dieser Prozedur trommelte seine Assistentin die ganze Zeit auf einer Trommel. Nachdem wir dies alles überstanden hatten, fuhren wir wieder zurück in die Wohnung.
Am Freitag unternahmen wir alle zusammen einen Ausflug. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die, die reiten können und alle anderen. Da ja auch schon mal ein klein bisschen fast geritten bin, war ich in der ersten Gruppe. Wir gingen zu einem Hinterhof in Otavalo, wo Pferde für uns bereitstanden. Dann ging unser Ausritt los. Zunächst ritten wir quer durch die ganze Stadt, bis wir zur Panamericana kamen, die wir überqueren mussten. Dann ging es teis steile Berge hoch und schmale Pfade entlang. NAch einer Weile kamen wir zur "Galloppstrecke", wie unser Guide sagte. Wir ritten zunächst im Trab los, bis dann die ersten anfingen zu galloppieren. Da die Pferde aber eher das machten, was alle anderen Pferde machten, als das, was der Reiter wollte, galloppierten wir bald alle. Nach etwa 15 Minuten spektakulärem Gallopp hielten wir an, weil wir nun auf den anderen Teil unserer Gruppe trafen. Mein Pferd war leider etwas unruhig, es trat ab un zu aus und stieg auch manchmal, sodass ich sehr aufpassen musste, nicht herunterzufallen. Dann stiegen wir erst einmal ab, und die andere Hälfte der Gruppe ritt weiter. Wir wanderten die gleiche Strecke, bis wir zu einem Wasserfall kamen. Dort machten wir alle Pause, und zusammen mit dem Lukas sprang ich in das eiskalte Wasser. Etwas später ritten wir wieder zurück und aßen dann in Otavalo erst einmal etwas. Dann stiegen wir alle wieder in eine Camionetta, und fuhren zu einer heiligen Stätte am Fuße des Imbabura. Dort wartete ein Schamane auf uns, desse Prozedur wir uns abschauen wollten. Wir setzten uns in einem Kreis ins Gras und genossen den Duft des mit irgendwelchen Blättern gespickten Feuers. Dann fing die Prozedur an: Zunächst ging der Schamane mit einem kleinen Gefäß und einem Röhrchen herum, füllte bei jedem ein wenig Flüssigkeit ins Röhrchen, und pustete dann die Flüssigkeit durch das Röhrchen bei jedem in beide Nasenlöcher. Dies sollte die Atemwege einigen. Die Mentolartige Flüssigkeit bewirkte, dass einige anfingen zu weinen, andere husteten oder schnupften, aber tatsächlich fühlten sich die Atemwege frei an. Dann teilte der Schamane Pflanzenbüschel an jeden aus. Er nahm dann von jedem das Büschel und wedelte einen damit ab. Dann nahm er eine aus einem Maisblatt gedrehte Zigarre und blies einem den Rauch ins Gesicht, auf den Körper und in die Hände. Dann kam der skurilste Teil: Er nahm aus einer Flasche mit allerlei Pflanzen drin einen Schluck Alkohol und spuckte einen mit der Flüssigkeit ab. Während dieser Prozedur trommelte seine Assistentin die ganze Zeit auf einer Trommel. Nachdem wir dies alles überstanden hatten, fuhren wir wieder zurück in die Wohnung.
Sonntag, 5. September 2010
05.09.2010 Fuya Fuya
Heute wollten wir den Aufstieg auf den Fuya Fuya, einer der drei Vulkane, die Otavalo umgeben, wagen. Zu sechst stiefelten wir morgens los und gingen wieder an die Straße, die auf den Berg führt. Wieder wurden wir von einer Camionetta, und von einem Auto, in dem ich dann mit dem David zusammen im Kofferraum sitzen musste, mitgenommen, und gelangten so bis zur Laguna de Mojanda, wo wir ja schon einmal waren. Dann machten wir uns an den Anstieg, der zunächst nicht allzu anspruchsvoll war. Leider war das Wetter nicht besonders gut, rechts war immer nur eine Wolkenwand zu sehen, während zur linken gute Sicht war. Der Aufstieg auf den Fuya Fuya war nicht so schwer. Als wir dann aber oben waren sahen wir einen zweiten Gipfel, der nicht weit weg war. Da dieser noch höher aussah, überlegten wir uns, dass vielleicht der erste der eine Fuya, und der zweite der andere Fuya ist, und entschieden uns, den zweiten auch noch zu besteigen. Erst mal ging es also wieder hinab, was teilweise auch ein bisschen KLetterei war, aber nichts anspruchsvolles. Der Anstieg auf den zweiten war schon etwas schwieriger, sodass wir schon ein bisschen mehr kraxeln mussten, was sich aber durchaus lohnte. Die Wolken nahmen immer weiter zu, sodass wir bald wieder runter gingen. wir entschieden uns aber, auf der anderen Seite abzusteigen, weil wir nicht die steile Passage wieder hinuntersteigen wollten. So gelangten wir auf einem deutlich einfacheren Weg wieder hinunter. Unten angekommen fanden wir wieder jemanden, der uns mit nach Otavalo nahm. Wieder zu Hause, merkten wir, dass wir doch ganz schön fertig waren und gingen bald ins Bett.
Freitag, 3. September 2010
03.09.2010 Yamor
Heute fing Yamor an, eins der größten Feste hier in Otavalo. Nachdem in den letzten Tagen schon viele Tribünen am Plaza Bolivar aufgebaut worden sind, fing heute gegen 7 das Spektakel an. Wir setzten uns an den Straßenrand und schauten der riesigen Parade zu. Es gab viele einheimische Tanz- und Musikgruppen und die Schönheiten von Otavalo wurden auch vorgeführt. Zwischendurch wurde das ganze von einem riesen Feuerwerk unterbrochen. Die Straßen waren gefüllt wie noch nie, und als die Parade zu Ende war, ging alles in eine riesige Party über. An vielen Ständen konnte man Fleischspieße und andere Köstlichkeiten kaufen. Auch gab es überall das für Yamor typische Getränk "Mora", Brombeersaft mit Zucker und Alkohol. Auf einer Bühne spielte eine Band und wir tanzten eigentlich den ganzen Abend auf dem Platz.
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